1 | Vertrauen sie Ihrem Gefühl
Es gibt keine für jede/n gültige Regel.
Testen Sie verschiedene Liegesysteme!
Die richtige Schlafstätte sollte rundherum zu Ihnen passen und Ihren Bedürfnissen, Ihren Gewohnheiten und Ihrer Umgebung entsprechen. Die geeignete Körperentlastung bzw. natürliche Haltung ist für Sie spürbar, aber auch für einen Fachberater erkennbar
2 | Nehmen sie sich Zeit
Matratzen oder Liegesysteme sind zum Liegen gemacht. Tun Sie das - legen Sie sich wirklich hin! Lassen Sie los! Spüren Sie nach! Nur anschauen und anfassen ist irreführend. In der Regel entspannt sich die Haltemuskulatur des Körpers erst nach einer Viertelstunde - erst dann beginnen Sie zu spüren, wie Ihr zukünftiges Bett für Sie da sein kann.
Je ausgeruhter Sie zum Testen kommen und je mehr Zeit Sie sich lassen, desto kritischer bzw. differenzierter ist Ihre Wahrnehmung.
3 | Irren ist menschlich
Auch nach ausgiebigem Testen unter fachkundiger Beratung können Sie niemals komplett ausschließen, eine letztlich ungeeignete Wahl zu treffen. Achten Sie auf Umtauschmöglichkeiten von Matratzen bzw. ganzen Systemen.
4 | Wählen sie ihren »Schlafweg«
der weiche Weg | Matratze bzw. Liegesystem unterstützen das Bedürfnis, im Bett förmlich zu versinken. Sie schweben auf Wolken. Vorsicht! Dadurch hervorgerufene unnatürliche Haltungen bzw. fehlende Unterstützungen im Wirbelsäulenbereich führen oft zu Rückenschmerzen
der harte Weg | … war lange Zeit die Botschaft einer neuen Schlafphilosophie. Das Liegegefühl ist sehr „geerdet“. Besonders ein junger, ausgeglichen bewegter Körper kann sich hier auch länger wohl fühlen. Er findet relativ problemlos wiederholt ausgleichende Haltungen im Schlaf
der Mittelweg | Matratze bzw. Liegesystem passen sich dem Körper an und nicht umgekehrt. Ziel ist ein - der Körpergröße und dem Gewicht angepasstes - Gleichgewicht zwischen Nachgiebigkeit und Stützung. Ein gelungener Mittelweg ist angenehm und dynamisch zugleich
5 | So spüren Sie, was Ihnen liegt
Die geeignete Druckentlastung spüren Sie am deutlichsten in der Rückenlage im unteren Wirbelsäulenbereich, besonders wenn Sie das Becken leicht kippen und zur Seite drehen bzw. in der Seitenlage am Druck auf den Schultern, Frauen auch auf dem Becken. Gleichzeitig sollten Sie sich - wie im Schlaf - natürlich und möglichst mühelos regen, strecken und wenden können. Die feinmotorische Lockerung und das leichte Wenden sind ebenso wie die natürliche Haltung wichtig für einen erholsamen Schlaf. Bewegen Sie sich beim Testen so, wie Sie es beim (Ein-)Schlafen tun; im Liegen ohne Hochstemmen. Dann spüren Sie Anpassungsfähigkeit und Ihre Beweglichkeit am besten.
6 | Spüren Sie den Unterschied
Am Markt ist eine unüberblickbare Anzahl von „Systemen“ und Argumenten. Achten Sie auf vier Punkte, unabhängig von der Körperanpassung:
- Achten Sie beim Vergleichen auf die Schwingeigenschaften, die durch Matratzen und Roste hervorgerufen werden. Dies ist eine Frage des per sönlichen Geschmack. In der Regel schwingen breitere Roste erheblich stärker als schmälere.
- Achten Sie auf die Nachgiebigkeit bis in die Randbereiche (beim Doppelbett die Bettmitte)! In der Regel funktionieren elastische Roste in der Mittelachse optimal und schon weniger gut, wenn Sie sich ganz natürlich zur Seite bzw. auf die Schulter wenden.
- Achten Sie auf den „Schüsseleffekt“, das heißt die Tiefe der Mulde, aus der Sie sich für einen Lagewechsel herausbewegen müssen (siehe auch materialien im vergleich). Eine Faustregel ist: Je mehr Nachgiebigkeit durch die Matratze erzeugt wird, desto schwerer können Sie sich bewegen. Moderene Roste mit Tellerauflösung verstärken den Schüsseleffekt.



