1 | Achten Sie auf die nachlassende „Bauschkraft“
Beachten Sie das Wohlbehagen, das die Oberfläche der Matratze hervorruft: Wärme - Kühle? Bedenken Sie, dass die oberflächig eingesetzten Materialien (s. Klimazone weiter unten) im Laufe der Zeit ihrer Bauschkraft verlieren - und damit der „Kuscheleffekt“ bzw. die oberflächige Weichheit zunehmend verschwindet. Besonders problematisch ist dies dort, wo im Kern der Matratze Bauwolle o.ä. Fasern eingesetzt sind: Diese sacken in den ersten Monaten in sich zusammen und bilden dann deutliche Mulden
2 | Spüren Sie die Wirkung des Materials
Jeder Stoff, jedes Material hat seine spezifische Wirkung, keines ist per se gut oder schlecht, aber alle sind unterschiedlich gut geeignet für die Verwendung in Matratzen. Erfahrungsgemäß fühlen wir uns in der Umgebung natürlicher Materialien geborgener, quasi zuhause, insbesondere im Schlafbereich.
Nehmen Sie selbst synthetische Schäume („Kaltschaum“ = Erdölprodukt) in die Hand und vergleichen Sie das Gefühl mit Latexschaum (auch hier sind unterschiedliche Qualitäten spürbar) oder Kokos. Oder fühlen Sie und riechen Sie den Unterschied zwischen synthetischen Füllfliesen und reiner Wolle oder Seide. Auch qualitative Unterschiede natürlicher Steppdeckenfüllungen können Sie erspüren.
Achten Sie beim Holz auf natürliche Oberflächen. Unbehandelt, geölt und/oder ge-wachst können Sie das Holz fühlen. Es ist warm und sympathisch. Lacke bilden auf dem Holz eine geschlossene kalte Schicht. Die Pflege natürlicher Oberflächen ist auf lange Sicht einfacher, weil eventuelle Schäden weniger sichtbar bzw. leichter auszubessern sind. Achten Sie auf die Wahl des Holzes: Welches Holz passt zu Ihnen persönlich, ebenso wie zu Ihrer Umgebung? »In welchem Baum wollen Sie schlafen«? Berücksichtigen Sie auch das Zusammenspiel aller Farben in Ihrem Schlafzimmer (s.u.)
3 | Wie thermoelastische Matratzenschäume wirken
Unter enormem Werbedruck werden z.Zt. synthetischen Schäumen angeboten, die auf Körperwärme reagieren. Allerdings ruft die notwendige Materialdichte leicht einen Hitzestau hervor. Zudem hält die Matratze den Körper quasi fest d.h. erschwert die feinmotorische Lockerung und den Lagewechsel im Schlaf. Prüfen Sie und vergleichen Sie selbst.
4 | Was Wasserbetten können
Wasserbetten bieten eine hervorragende Körperanpassung und ein einzigartiges Liegegefühl. Bei herkömmlichen Wasserbetten weisen wir allerdings auf folgende Schwächen hin
- Die notwendige elektrische Beheizung des Bettes führt zu:
- Stromverbrauch und
- erhöhter Strahlungsbelastung.
- Die konstruktionsbedingte Luftundurchlässig bedeutet in der Regel:
- eine eher unnatürliche Atmosphäre
- zwingender Einsatz synthethischer Füllstoffe und Oberflächen
- Feuchtigkeitsstau
- Eine geschlossene Bettkonstruktion bis zum Boden bedeutet, dass die staubbelastete Luft über das Bett statt unter dem Bett hindurch fließt. Zwischen Wassersäcken und Sicherheitswanne ist keine Lüftungs-/Reinigungsmöglichkeit: optimale Bedingungen für Bakterien.
- Wasser stirbt. Brackwasserbildung lässt sich nur chemisch verhindern – (Empfehlung: oftmaliger kompletter Wasserwechsel!)
- nicht für jeden Fußboden geeignet (statisches Gutachten nötig)
- hoher Energieaufwand im Schlaf – das Wenden bzw. der Lagewechel ist bis zu 6-mal mühsamer/ernergieaufwändiger
- starke gegenseitige Beeinflussung im Doppelbett
- hoher Serviceaufwand
- das Bett ist nicht verrückbar
- ein Umzug ist mühsamer
- eingeschränkte Flexibiliät hinsichtlich des Liegekomforts (fester oder weicher liegen)



