1 | Männer liegen anders. Frauen auch
Deshalb brauchen Sie ihre Betten nicht voneinander zu trennen. Liegesysteme sollten den unterschiedlichen Anforderungen von Körperbau und -gewicht gerecht werden. Manche Konstruktionen ermöglichen verschiedene Festigkeitsgrade ohne spürbaren Spalt in der Bettmitte.
2 | Achten Sie auf die Hygieneeigenschaften
Ein Bett sollte eine gute freie Durchlüftung bieten. Tierische Fasern wie Wolle, Seide oder Rosshaar transportieren Feuchtigkeit (2), bieten einen ordentlichen Temperaturausgleich, können nicht schimmeln und verfügen über Selbstreinigungskräfte (3). Schonend behandelte Naturfasern ermöglichen diese »Selbstreinigungskraft« der Matratze, die sich nach 5-6 Jahren bzw.bei Ross- und Rinderschweifhaar nach 8-10 Jahren erschöpft. Baumwolle als Füllmaterial speichert Feuchtigkeit und unterstützt damitPilz- und Bakterienzucht. Das gleiche gilt synthetische Matratzen mit geringer Atmungsaktivität.
Wenn häufig gewaschen werden muss (Naturhaare sind nur eingeschränkt waschbar) steht die moderne, aus Buchenholz gewonnene „Tencel“-Faser zur Verfügung - mit wesentlich besseren Klimaeigenschaften und höherer Formbeständigkeit beim Waschen als Baumwolle. Vorteilhaft ist es, wenn alle Matratzenbezugstoffe abnehmbar und waschbar sind.
Eine ausreichende Liegehöhe ab ca. 40 cm schützt besser vor Staub und latenter Luftverschmutzung.
3| Achten Sie auf Pflegemöglichkeit und Ersetzbarkeit. Damit Sie ihre Matratze regelmäßig „über Kopf” ohne Probleme zur Regeneration bzw. längeren Haltbarkeit wenden können, sollte Sie symmetrisch aufgebaut sein und ein geeignetes Gewicht haben.
Die Klimazone, die bei normalem Aufbau in der Matratze ein-/abgesteppte oberste Schicht, sollte regelmäßig ausgelüftet und wenigstens jährlich einem Sonnenbad unterzogen werden. Ein Sonnenbad ist allerdings nur für abnehmbare Klimazonen empfehlenswert, da Matratzenschäume unter UV-Licht vorzeitig altern.
Die eingesetzten Materialien sind im günstigen Fall aufgrund ihrer unterschiedlich langen Lebensdauer (5-15 Jahre) unabhängig von einander leicht zu ersetzen.
4 | Transport, Aufbau und Zerlegen
Vollholzbetten und Naturliegesysteme sollten sich leicht transportieren lassen und mit wenig Aufwand wiederholt und zuverlässig auf- und abbaubar sein. - Die Verbindungstechnik sollte auf den Eigenschaften des "arbeitenden" Holzes Rechnung tragen. (4)
Matratzen sollten „tragbar“ sein, damit das regelmäßige Wenden nicht zu anstrengend ist, ebenso wie hinsichtlich des Transportes . Besonders große Matratzen sollten auch rollbar sein, was mit Kokos nicht möglich ist, weil seine Fasern dabei brechen.(5)
(2) Wolle + Feuchtigkeitsaufnahme |Wenn sie einen Wollpullover frisch gewaschen haben, können sie bemerken, dass er sich schon äußerlich trocken anfühlt obgleich er noch nicht ganz durchgetrocknet ist. Naturhaare (Wolle, Rosshaar und Seide etwas eingeschränkt) können rund ein Drittel ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen ohne sich dabei nass anzufühlen.
(3) Hygiene Baumwolle / Naturhaare | Während Baumwolle aus Zellulose aufgebaut ist und damit relativ leicht schimmeln kann, handelt es sich bei tierischen Fasern um Eiweißverbindungen. Die Haare sind innen hohl, was das »Einlagerung» und den Weitertransport von Feuchtigkeit ermöglicht. Sie verfügen über»Schuppen«, was das »Abschieben«von Schutz ermöglicht. Sie sind mit einem natürlichen Schutzmantel umgeben(wie unsere Haut) die die Faser geschmeidig erhalten und die Neutralisationsfähigkeit von Giftstoffen unterstützt.
(4) ) Holz + Feuchtigkeit | Massivholz kann bei schwankender Luftfeuchtigkeit um bis zu 5% seines Raummaßes schwinden bzw. quellen! Schraubverbindungen müssen daher von Zeit zu Zeit nachgezogen werden. Metallfreie Holzverbindungen in Keilformen sind besonders flexibel, sie sind relativ einfach nur mithilfe einess Gummihammers zu montieren und verhindern ein Knarren.
(5) Unsere Elemente-Matratze ermöglicht die Aufteilung des Gewichts. Dabei verwenden wir als unterste Schicht Kokosplatten, die wir quer in drei Teile teilen, womit sie leicht transportiert werden können ohne sie dabei zu knicken.



